Esther Vilar:
„Die amerikanische Päpstin“

Die Zukunft. Erstmals wird eine Frau in einer demokratischen Wahl zur Päpstin, zum Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, gewählt. Johanna II. zeichnet in ihrer Antrittsrede den Weg der Institution bis zu diesem Zeitpunkt nach: einer Kirche, die alle Schätze verkauft, alle Verbote und Gebote aufgehoben hat.

Trotzdem schwinden die Gläubigen – unterbrochen von Werbesendungen zieht die Päpstin Bilanz, entwirft ein neues Bild der Religion und kommt zu dem Schluß, daß die Menschen ihre Freiheit nicht annehmen können, nicht annehmen wollen – daher wird sie wieder eine starke, autoritäre Kirche errichten müssen.

Dazwischen liegt das persönliche Drama – die Geschichte einer Frau, die selbst jeden Glauben an Gott verloren hat, aber einsam an der Spitze einer Weltreligion steht, der sie die ehemalige Bedeutung – aus Liebe zu den Menschen – wiedergeben möchte.

In den Produktionen des WORT_ensembles haben wir uns immer mit der individuellen Freiheit und der Verantwortung in der Gesellschaft beschäftigt. Daher hat uns die Vielschichtigkeit dieses Monologes und die gesellschaftspolitische Relevanz und Aktualität zu diesem Stück geführt. Die eindringliche Sprache und der Verzicht auf äußerliche Effekte sind ein weiteres Kriterium für die
Auswahl gewesen.

„Sie werden voller Dankbarkeit Ihre Freiheit in unsere Hände legen, uns nach unseren Befehlen fragen und diesen voller Demut folgen.“
  • Regie: Michael Schefts
    Musik: Stefan Wolf
    Lichtdesign: Michaela Studeny

  • Esther Vilar: „Die amerikanische Päpstin“ – Trailer

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  • Dina Kabele gibt eine fein gezeichnete, kluge Johanna II., ihr zur Seite Michaela Studeny als bescheidene Priesterin. Beide zeigen mit größtmöglicher Überzeugungskraft, dass Versöhnung zwischen Gläubigen und Ungläubigen möglich ist.Florian Krenstetter (Kronen Zeitung)

  • Die WORT_ensemble Produktion „Die amerikanische Päpstin“ hatte am 20.Jänner 2011 im OFF THEATER in Wien Premiere.

    Das Stück war darüber hinaus im 3raum-Anatomietheater, in der Nepomuk Kapelle in Wien und im Theater 82er Haus in Gablitz zu sehen, wo am 13. April 2012 auch die bislang letzte Aufführung des Stückes stattfand.

    Wir haben die Aufführungsserie dieses Stückes bereits beendet

    Dieses Stück ist nicht mehr in unserem Repertoire. Sollte es dennoch zu einer Neuaufführung kommen, so erfahren unsere Newsletter-Abonnenten die neuen Termine als Erste.

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