Georg Büchner:
„Leonce und Lena“

In dieser Inszenierung schauen wir Leonce und seiner Welt gewissermaßen in den Kopf hinein: Vielleicht sind die Gefährten seiner Reise ja Phantasiegestalten, Schablonen oder lebendig gewordene Spielkarten …?

Theater will ge-spiel-t werden! Und wenn wir spielen – dann braucht es nicht viel, ein paar Kostümteile, wenig Requisiten – Büchner gibt uns genug Spielmöglichkeiten! Und das Spiel im Spiel: Die Rollen werden verlost, gespielt, geteilt, getauscht.

Und das Publikum? Das sieht die Paläste, Ruhebetten und romantischen Landstraßen, die wir Ihnen nicht zeigen, in Ihrer Vorstellung. Weil wir Ihnen als Reiseführer den Ausblick selbst wählen lassen, haben Sie „Leonce & Lena“ vielleicht auch noch nie aus *diesem* Blickwinkel gesehen.

Diese Schablonenfiguren kommen uns so bekannt vor – aus vielen Zitaten zusammengesetzt sind sie – ihr Handeln vorhersehbar – und doch wünscht man ihnen nur das Beste. Wir sind mit diesen Figuren so vertraut, weil sie uns umgeben. Wer kennt nicht den Spaßmacher, seinen klugen, doch antriebslosen Freund. Die verstoßene Geliebte, die Frau, die nur die echte Liebe heiraten will, oder den Politiker, der zuletzt an sein Volk denkt. Sei es gestern oder heute – mit diesen Menschen haben wir wohl immer zu tun.

Und natürlich wollen wir keinesfalls auf das absurde Element in dieser Komödie vergessen! Es scheint, als hätte es als Vorbild für einen Ionesco oder Beckett her gehalten. Georg Büchner, mit nur 23 Jahren am 19. Februar 1837 gestorben, könnte leicht der falschen Epoche zugeordnet werden.

„Oh wer sich einmal auf den Kopf sehen könnte!
Das ist eins von meinen Idealen. Mir wäre geholfen.“
  • Regie: Michael Schefts
    Bühne/Design: Thomas Löblich
    Musik: Stefan Wolf
    Lichtdesign: Michaela Studeny
    Technik: Michael Hutchinson
    Bühnenbau: Er & Er Bühnenbau
    Pressebetreuung: Gabriele Schätzle
    Assistenz: Annette Albrecht

  • Georg Büchner: „Leonce und Lena“ – Trailer

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  • Wie alle großen Werke bietet „Leonce und Lena“ eine große Anzahl an Annäherungsmöglichkeiten und Zugängen: Das WORT_ensemble arbeitet sehr geschickt mit der Frage nach Identitäten und Vorstellungen in dem Stück und reduziert die Schauspieleranzahl auf drei.
    Regisseur Michael Schefts versteht es, in einem radikal leergeräumten Bühnenraum nie das Gefühl irgendeines Mangels auftreten zu lassen.

    Somit: Man erlebt Theater in seiner reinen Form, ohne Talmi und technische Ablenkungsmanöver, dafür mit purer Schauspielerkraft.

    Überzeugende Schauspielleistungen, überzeugende Sprechleistungen, eine überzeugende Interpretation: ein sehr guter Abend.Oliver A. Láng (Kronen Zeitung)

  • War gestern wirklich eine TOLLE Vorstellung – bin gerne FAN geworden!Uli Hintermayer, Facebook

    Kann mich nur anschließen – super war’s! …und freu mich schon aufs Abo!!!Christian Giljum, Facebook

    Das war ein :-))) Abend!Christa Teichmann, Facebook

    Wunderbar – da kann ich nur zustimmen!! War ein schöner Abend und eine tolle Leistung von Euch 3!!!Claudia Winter, Facebook

  • Die WORT_ensemble Produktion „Leonce und Lena“ hatte am 18. November 2009 im 3raum-Anatomietheater in Wien Premiere.

    Das Stück war darüber hinaus im Theater am Steg in Baden bei Wien und im OFF THEATER in Wien zu sehen, wo am 13. März 2010 auch die letzte Aufführung des Stückes stattfand.

    Wir haben die Aufführungsserie dieses Stückes bereits beendet

    Dieses Stück ist nicht mehr in unserem Repertoire. Sollte es dennoch zu einer Neuaufführung kommen, so erfahren unsere Newsletter-Abonnenten die neuen Termine als Erste.

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