Karl Kraus:
„Die letzten Tage der Menschheit“

Die beinharte Abrechnung mit der untergehenden Habsburgermonarchie und der „Mir – san – mir“ Gesellschaft in Österreich in der großartigen Satire von Karl Kraus ist wieder in Wien zu sehen.

Das WORT_ensemble präsentiert Die letzten Tage der Menschheit.

In „hundert Szenen und Höllen“ führt dieses Stück. Unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs entstanden führt Kraus Offiziere, Hofräte, Soldaten und Leute aus dem Volk vor und zeigt einen Querschnitt durch die österreichische Seele. Obwohl vor fast 100 Jahren entstanden begegnen wir in diesem Werk nicht nur historischen Persönlichkeiten – Wien bleibt eben Wien – eine gefährliche Drohung wie Karl Kraus meinte …

Der Autor selbst hielt sein Stück für unaufführbar, hat es aber immer wieder im Vortragssaal gelesen. Dieser Tradition bleiben wir treu und lesen in zwei Stunden eine essentielle Strichfassung des Werkes. Eine große schauspielerische wie dramaturgische Herausforderung: die vielen Rollen bieten die Möglichkeit das ganze Spektrum der Schauspielkunst auszuloten und die Szenenauswahl bestätigt: das Gemüt der Österreicher ist beständig im Wandel der Zeit. Also eigentlich wieder ein aktuelles Stück – wie es aber auch jedes große Stück der Theaterliteratur ist.

Die letzten Tage der Menschheit – einem großen Publikum bekannt, aber kaum einer hat es gesehen. Deswegen werden wir auch damit auf Tournee gehen, um es einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Produktion, die in Kooperation mit dem forum 18 entsteht feierte seine Premiere am 16. Oktober im Amtshaus Währing.

„Ein guter Christ sagt: Kinder bet’s und … Henker ist man nur aus Hetz.“

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