Franz Kafka:
„Der Proceß“

Für Josef K. beginnt die Auseinandersetzung mit einer unbekannten, bedrohlichen Behörde. Sein Leben ist nun einzig von diesem Ereignis dominiert: die Suche nach seiner Schuld – die Frage nach dem Warum.

Auf seinem Weg begegnet er dubiosen Advokaten, opferbereiten Frauen und unheimlichen Priestern.

Alle Figuren bieten ihm scheinbar Lösungen an, aber keiner kann tatsächlich helfen … er selbst kann sich nicht entschließen zu handeln oder auch nur in die Gesellschaft, die ihn mit all ihren Absurditäten Sicherheit bieten könnte, zu akzeptieren – bis es zum unausweichlichen Ende kommt.

Das Ensemble schlüpft dabei in die verschiedensten Rollen, um Josef K. zu führen, zu verführen, zu belehren, zu verwirren und letztendlich alleine zu lassen.

Michael Schefts, verantwortlich für Dramatisierung des Romans, gab in seiner Inszenierung in knapper Form diese ungreifbare und diffuse Atmosphäre wieder.

Als wiederkehrendes Thema wird die berühmte Türhüterparabel „Vor dem Gesetz“ als Kernstück der Interpretation immer wieder zitiert.

Ein spannendes, alptraumhaftes Stück, gewürzt mit surrealem Humor.

Das passende Eigenschaftswort – kafkaesk.

„Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“
  • Regie: Michael Schefts
    Bühne: Thomas Löblich
    Kostüme: Aleksandra Kica
    Musik: Stefan Wolf
    Lichtdesign: Michaela Studeny

  • Franz Kafka: „Der Proceß“ – Trailer

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  • Regisseur M. Schefts inszeniert das spannende wie alptraumhafte Stück mit seinem Team knapp, prägnant und auch berührend …NÖN

    Schauspielerische Maßarbeit des fünfköpfigen Ensembles …K. H. Roschitz (Kronen Zeitung)

    Das Gastspiel des WORT_ensembles bot alles, was ein eingefleischter Kafka-Fan begehrt …Bezirks Blatt NÖ

    Endlos wird diskutiert, wie „Der Proceß“ gemeint sei; Michael Schefts‘ meisterhafte Bühnenfassung und Inszenierung enthebt einen dieser Unsicherheit, sie hinterlässt als Nachbild eine Art metaphysische Beklemmung. Spannend, wohldurchdacht und nachhaltig: ein Stück, das Bestand haben wird.NÖ Kultur

    Michael Schefts versteht es, den komplizierten Text zugänglicher zu machen … Er hat es in seiner Regie verstanden, das Ensemble zu einer künstlerischen Hochleistung zu führen .. Die von Thomas Löblich gestaltete Bühne, die durch ihre stetige Veränderung als geheimer Darsteller beim Zuschauer präsent bleibt … Eine uneingeschränkte Empfehlung diese Produktion des WORT_ensembles zu besuchen …A. Miksche (Online-Kritik)

  • Die WORT_ensemble Produktion „Der Proceß“ hatte am 22. Oktober 2008 im Theater SCALA in Wien Premiere.

    Das Stück war darüber hinaus im Stadttheater Mödling und im 3raum-Anatomietheater zu sehen, wo am 24. Jänner 2009 auch die letzte Aufführung des Stückes stattfand.

    Wir haben die Aufführungsserie dieses Stückes bereits beendet

    Dieses Stück ist nicht mehr in unserem Repertoire. Sollte es dennoch zu einer Neuaufführung kommen, so erfahren unsere Newsletter-Abonnenten die neuen Termine als Erste.

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